Johannes Borgener

vulgo Polengängers Hannes

Johannes Borgener

Auch Mahnen-Hannes oder Katzenschinder genannt, angeblich zu Romsthal bei Saalmünster geboren [*1787]. Er war ein Mitglied der Vogelsberger Gaunerbande und ist, 26 Jahre alt, im März 1813 in Giessen zum Tode veruteilt worden.
Er war ein Bruder von Michael Borgener und hatte die Christine Gros zur Beischläferin.

Signalelement

Er ist 24 ½ Jahre alt, 5 Fuß 4 ½ Zoll groß, untersetzt, stark und breitschultrig. Haare und Augenbrauen sind bräunlich-blond. letztere stark. Der Bart ist hellblond und schwach, ohne Seitenhaare.



Straßenräubereien:

Straßenraub im Büdinger Wald No. XLIX [2]

Einbrüche und Diebstähle

Einbruch zu Mittelgründau. No. CXXVI [2]
Diebstahl zu Niederroth. No. CXXVII. [2]




Quellen:
[1] GROLMAN, FRIEDRICH LUDWIG ADOLF: Actenmäßige Geschichte der Vogelsberger und Wetterauer Räuberbanden und mehrerer mit ihnen in Verbindung gestandenen Verbrecher; nebst Personal-Beschreibung vieler in alle Lande teutscher Mundart dermalen versprengter Diebe und Räuber; Mit einer Kupfertafel, welche die getreuen Bildnisse von 16 Haupt-Verbrechern darstellt; Giessen, Heyer, 1813, Seite 392 Nr. XLII ff.
[2] PFISTER, LUDWIG: Aktenmäßige Geschichte der Räuberbanden an den beiden Ufern des Mains, im Spessart und im Odenwald : enth. vorzügl. auch die Geschichte der Beraubung und Ermordung des Handelsmanns Jacob Rieder von Winterthur auf der Bergstraße
[3] SCHWENCKEN, KARL PHILIPP: Aktenmässige Nachrichten von dem Gauner- und Vagabundengesindel. Sowie von einzelnen professionierten Dieben, in den Ländern zwischen dem Rhein und der Elbe, nebst genauerer Beschreibung ihrer Person Original gedruckt in der Hampeschen Buchdruckerey, Cassel, 1822; Seite 121