Johannes Werner

vulgo Wuttwuttwutt, Krug-Hannes

Sohn des Georg Werner. Es soll zu Offenbach im Gefängniss gestorben sein. Er hatte eine Tochter namens Bärbel, jetzt ohngefähr 26 Jahr alt und zwei Söhne, namens Johannes, 14 Jahr und Franz, 11 Jahr alt. [1]

Johannes Werner wurde von den hiesigen Inquisiten und namentlich vn Hölzerlips noch mehreren Vergehen beschuldigt, wobei keiner der hiesigen Arrestanten zugegen war.Der so besonders thätige Amtsrath Pohl zu Langenselbold hat diese ihm mitgeteilten Beschuldigungen benutzt und inzwischen hierher Nachricht gegeben, dass Werner auch wirklich jene Vergehen und besonders den mit mOrd verbundenen Straßenraub zu Hekkenbergheim eingestanden habe, woran nebst ihm sein Bruder Conrad Werner und Pohlengängers Hannnes Theil hatten.
Nach der von dem Amtsrath Pohl eingekommenen Nachricht ist Johannes Werner, welcher, wegen Mangel an Raum in den Gefängnissen zu Langenselbold, nach Offenbach verbracht worden war, daselbst im Kerker gestorben. Sein Leichnam wurde mit dem Strick um den Hals durch den Schinder hinausgeschafft und unter dem Galgen verscharrt. [2]

Literaturhinweis: Actenmäßige Nachrichten über die Verbrechen des Johann Werner: von dem Untersuchungsrichter (Herzogl. Regierungsrath Pohl). Offenbach 1812

Straßenräubereien

Straßenraub bei Gelnhausen No. VI
Straßenraub bei Dörnigheim No. XXXV
Straßenraub im Büdinger Wald No. XLIX

Einbrüche und Diebstähle

Eselsdiebstahl zu Okstadt bei Friedberg No. L
Einbruch zu Wilhelmsbad bei Hanau No. LXXXV
Ziegendiebstahl zu Ilbenstadt No. XCI




Quellen:
[1] SCHWENCKEN, KARL PHILIPP: Aktenmässige Nachrichten von dem Gauner- und Vagabundengesindel. Sowie von einzelnen professionierten Dieben, in den Ländern zwischen dem Rhein und der Elbe, nebst genauerer Beschreibung ihrer Person Original gedruckt in der Hampeschen Buchdruckerey, Cassel, 1822; Seite 533 Nr. 1141 A 2)
[2] PFISTER, LUDWIG: Aktenmäßige Geschichte der Räuberbanden an den beiden Ufern des Mains, im Spessart und im Odenwald : enth. vorzügl. auch die Geschichte der Beraubung und Ermordung des Handelsmanns Jacob Rieder von Winterthur auf der Bergstraße Seite 157 Nr. 27